Inhalt
1. Akt
Ungarn zu Zeiten der K & K-Monarchie. In den Ruinen eines verfallenen Gutshofes suchen Arsena, Tochter des reichen Schweinezüchters Zsupan, und Ottokar, Sohn von dessen Haushälterin Mirabella, wieder einmal nach dem angeblich hier versteckten Schatz aus der Zeit der Türkenkriege. Beobachtet werden sie in ihrem vergeblichen Bemühen von der alten Zigeunerin Czipra, die sich zusammen mit anderen Zigeunern in den Ruinen häuslich eingerichtet hat.
Da tauchen zwei Fremde auf: Sandor Barinkay, der Sohn des ehemaligen Gutsherren, wird nach vielen Jahren, die er mit zwielichtigen Tätigkeiten außer Landes verbracht hat, vom königlichen Kommissär Conte Canero wieder auf seine Gütern eingeführt. Doch die Enttäuschung ist groß. Der Gutshof ist verfallen und die Wiesen stehen großteils unter Wasser. Angeblich hat der Nachbar, der Schweinezüchter Zsupan, nicht unerheblichen Anteil an dieser Verwüstung der Ländereien.
Es geht ans Unterschreiben der Besitzurkunde. Als Zeugen werden Czipra und Zsupan herangeholt. Czipra prophezeit sowohl Canero als auch Barinkay, dass sie jeweils bald einen „Schatz“ finden würden. Auch der reiche Schweinezüchter Kalman Zsupan erscheint. Um Grenzstreitigkeiten und Eigentumsprozessen aus dem Weg zu gehen, lässt er sich auf Barinkays Vorschlag ein, ihm seine Tochter Arsena zur Frau zu geben. Im Gefolge Zsupans taucht zum Schrecken Caneros auch die Haushälterin Mirabella auf. Canero muss in ihr ein längst verdrängtes Verhältnis erkennen. So schnell hat sich also die Prophezeiung der alten Zigeunerin erfüllt und hat er seinen „Schatz“ gefunden. Als Dreingabe kann er auch gleich einen Sohn begrüßen: Ottokar.
Nun will Barinkay seine zukünftige Braut kennenlernen. Das traditionelle Ritual des Hochzeitskuchens ist schon vollzogen, doch Arsena, die offensichtlich Übung hat im Abweisen von Bewerbern, weigert sich, Barinkay als Freier zu akzeptieren: Bei ihrer Abstammung müsse er erst Baron sein, um Chancen zu haben. Derart vor den Kopf gestoßen bleibt Barinkay allein zurück, als er das Lied einer Zigeunerin hört, das ihn seltsam gefangen nimmt. Gesungen wird es von Saffi, der Tochter Czipras. Noch ehe er von dem rätselhaften Mädchen mehr erfahren kann, werden sie von Czipra zur Seite gedrängt. Zu dritt belauschen sie ein heimliches Stelldichein von Ottokar und Arsena.
Spät am Abend kehren die Zigeuner vom Markt zurück. Sie erweisen Barinkay als Nachfolger seines Vaters die Ehre, erkennen ihn als ihren neuen Herren an und begrüßen ihn als Zigeunerbaron. Derart ermutigt unternimmt Barinkay einen zweiten Versuch, um Arsenas Hand anzuhalten, wird von Zsupan und seiner Sippe als „Adel von Zigeuners Gnaden“ aber hemmungslos verlacht und zurückgewiesen. Unter dem Jubel der Zigeuner und dem beleidigten Protest der Familie Zsupan verkündet Barinkay, dann eben die Zigeunerin Saffi zu ehelichen.
2. Akt
Die Nacht verbringt Barinkay in den Armen von Saffi, die es noch kaum glauben kann, dass er ernste Absichten hegt. Czipra, die beiden stets im Blick, erzählt von einem Traum. Angeblich fände sich an dem Platz, wo der junge Gutsherr seine erste Nacht mit seinem Schatz verbringt auch ein Goldschatz. Ungläubig und eher belustigt, aber angestachelt von den beiden Zigeunerinnen beginnt Barinkay zu suchen und findet tatsächlich den alten Türkenschatz.
In ihrem Jubel werden sie jäh unerbrochen, als Conte Canero an der Spitze der Zsupan-Sippe erbost erscheint und in seiner Funktion als Kaiserlicher Sittenkommissions-Obmanns-Stellvertreter die Gültigkeit einer derart vollzogenen Eheschließung ohne Trauzeugen und Pfarrer in Frage stellt. Ihre Erwiderung, Störche seien Zeugen gewesen und der Dompfaff hätte sie getraut, kann nicht zu einer befriedigenden Klärung der Angelegenheit beitragen.
Zu allem Überfluss wird nicht nur die eilig verborgene Schatztruhe entdeckt, sondern erscheinen Graf Homonay und die Werber-Husaren, um Soldaten für den Krieg gegen Spanien anzuwerben. Zsupan und Ottokar lassen sich übertölpeln und werden gegen ihren Willen angeworben. Barinkay übergibt Graf Homonay den eben gefundenen Schatz. Erneut prangert Canero vor Homonay die Verbindung Barinkays mit Saffi an, da legt Czipra ein Dokument vor, das besagt, dass Saffi die Tochter des letzten Paschas von Ungarn und damit höher im Rang als alle Anwesenden sei. Barinkay, der sich nun ihrer nicht mehr für würdig hält, lässt sich anwerben und zieht mit in den Krieg. Gemeinsam bricht man auf nach Wien, von wo aus die Soldaten abmarschieren
3. Akt
Wien, neun Monate später. Der Krieg ist gewonnen, die Soldaten kehren zurück, Wien feiert. Canero, Mirabella und Arsena erwarten die Ankunft Barinkays, Zsupans und Ottokars. Allein Canero scheint nicht ganz glücklich zu sein. Mit Mirabella an seiner Seite und einem Brief in Händen, seine berufliche Laufbahn betreffend, sieht er seiner Zukunft in jeder Hinsicht mit gemischten Gefühlen entgegen.
Allen voran trifft Zsupan in Wien ein und berichtet von seinen Erlebnissen in Spanien. Er hat den Krieg auf seine Weise überstanden. Außerdem verbindet ihn seit diesen Monaten mit Barinkay eine enge Freundschaft. Schließlich kommen auch Ottokar und Barinkay und die anderen Soldaten an. Für seine Verdienste erhält Barinkay all seine Güter zurück, wird geadelt und kann auch Saffi, die ihm treu blieb, heimführen.
