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Max liebt Agathe. Doch um sie zu heiraten, muss er sich erst beweisen. Der anstehende Probeschuss vor hochrangigem Publikum setzt ihn derartig unter Druck, dass er das Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten verliert. Kein Schuss von ihm will mehr treffen. Seine Ängste und Zweifel bringen das Märchen ins Rollen. Denn sie machen ihn anfällig für die Verführungen des Bösen. Kasper, der seine Seele längst an den Teufel verloren hat, lockt ihn mit falschen Versprechungen in die Wolfsschlucht. Unter Anrufung böser Mächte gießen die beiden die sagenumwobenen Freikugeln, von denen es heißt, sie würden kein Ziel verfehlen. Doch was ist der Preis, den Max dafür bezahlen muss? Wird er den Probeschuss meistern und seine Agathe gewinnen?

Wie jedes Märchen bedient sich auch der Freischütz einer ausgeprägten Symbolik. Die Welt, in die Max hineingezogen wird, gleicht einem bösen Traum. Es ist eine Reise ins Unbewusste, ein Kampf mit sich selbst und den eigenen Gefühlen. Das Ziel ist die Transzendenz, den richtigen Weg abseits von Verlockungen zu finden die Herausforderung.

"Hast du nie gehört, dass Träume in Erfüllung gingen?“, fragt Agathe ihren Max und trifft damit genau den Kern von Webers Werk.

Die Geschichte gleicht einer Ableitung der Realität. Sie ist poetischer Ausdruck vieler Fragestellungen der romantischen, aber auch folgender Epochen. Die Allgemeingültigkeit, die der Freischütz dadurch in sich trägt, wird auch durch den zeitlosen Erfolg des Werkes bewiesen.

Weber vereint seine Musik und seine Symbolik zu einer Komplexität, die nicht nur Sinne und Verstand des Publikums anregen, sondern auch Unterbewusstsein und Gefühle.