Inhalt

1. Bild:

Die mit Zauberkünsten begabte Ullerin macht Jagd auf den Kobold Goggolori, doch dieser entwischt ihr immer wieder dank seiner Verwandlungsgabe. - Das Bauernmädchen Zeipoth, das Linnen ins Nachbardorf tragen soll, fürchtet sich im unheimlichen Moor. So ist sie froh, als Aberwin des Weges kommt. Doch auch im vertraulichen Gespräch mit ihm - die beiden lieben sich, aber Zeipoths Eltern lehnen Aberwin ab, weil er arm ist - glaubt sie immer wieder, etwas Unheimliches zu hören. Der Einsiedel verspricht, ein gutes Wort für das junge Paar einzulegen. Der Goggolori hat in Gestalt eines Baumes alles belauscht. Er versteht jetzt, warum die Ullerin es auf ihn abgesehen hatte. Wütend befiehlt er den Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen, sich auf die Hexe zu stürzen.

2. Bild:

Der Einsiedel ist bei den Webersleuten, den Eltern Zeipoths, zu Gast. Auf sein Drängen erzählt Irwing von seinem Vertrag mit dem Goggolori. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass der Goggolori Zeipoth für sich verlangen kann. Der Einsiedel rät, Zeipoth mit Aberwin zu verheiraten. Doch die Weberin hat Angst um den Besitz, den sie dem Goggolori verdanken.

3. Bild:

Zeipoth pflückt Schlehen auf dem Schloßberg. Der Goggolori zeigt sich ihr in anderer Gestalt und protestiert dagegen, dass sie sich an seinem Eigentum vergreife. Zeipoth mag ihn nicht recht ernst nehmen und balgt sich mit ihm. aber sie findet ihn überaus herzig und lieb, und nimmt ihn einfach mit nach Hause.

4. Bild:

Der Ullerin ist die Begegnung mit dem Goggolori schlecht bekommen. Sie hat einsehen müssen, dass er mächtiger ist als sie. Doch als die Weberin, die ihr schon vorher allerlei gegeben hat, damit sie den Goggolori fängt, jetzt von dem Schabernack erzählt, den der Goggolori im Haus treibt, und der Ullerin gar dreißig Silbertaler bietet, da rückt diese mit dem allerletzten Mittel heraus: eine Phiole mit einem Stückchen vom Mond. Die Weberin nimmt es auf ihr Gewissen, dass, wenn sie den Goggolori nicht trifft, die Pest über das Land kommt.

5. Bild:

In der Spinnstube singt und tanzt der Goggolori. Die Weberin will die Phiole nach ihm werfen, doch Zeipoth fällt ihr in den Arm. Die Phiole zerbricht. Und schon zeigt sich die erste Wirkung des Fluches, der auf ihr lag: die Bäuerinnen fallen wütend übereinander her.

6. Bild:

Erntedank. Der Einsiedel vergleicht die kriegerischen Zeitläufe mit dem Jüngsten Gericht und macht den Unglauben verantwortlich. Die Weberin glaubt, den Goggolori besiegt zu haben-, doch auf dem Höhepunkt des Festes erscheint er wieder und verkündet, dass die Pest sich ihre Opfer holen werde. Er packt Zeipoth und verschwindet. Die Weberin stürzt zu Boden - das erste Opfer der Pest.

7. Bild:

Vier Monate später. Irwing spricht am Grab mit seiner Frau, die im Tod keine Ruhe finden kann. Zeipoth kommt, wie eben aus einem Traum erwacht, aus dem Reich des Goggolori zurück. Er hat ihr sein allertiefstes Geheimnis anvertraut: dass er nicht sterben kann. Der Geist der Weberin bekennt, dass sie die Pest verschuldet hat, durch den Versuch, den Goggolori zu töten. Und Irwing nennt den Grund: Zeipoth war dem Goggolori versprochen.

8. Bild:

In einer Wirtsstube spielen die Ullerin, die durch die Pest reich geworden ist, und ein Soldat (Goggolori) Karten, zunächst um Geld, dann um die Macht, auch um die Macht über Zeipoth. Der Goggolori gewinnt das Spiel, die Ullerin wird im Sumpf ersaufen. Zeipoth, der der Goggolori das Leben durch den gerettet hat, wird ihrerseits ihm ihren Tod schenken …

Epilog:

Die Bauern und Bäuerinnen singen vom Schicksal Zeipoths, die verurteilt ist bis zum Ende aller Zeiten am Kronmantel der Heiligen Jungfrau zu weben.