Die Autoren
Hugo von Hofmannsthal
Am 1. Februar 1874 wird Hugo v. Hofmannsthal in Wien geboren. Er besucht dort ein humanistisches Gymnasium und veröffentlicht mit 16 Jahren erste Gedichte. Sein erstes juristisches Staatsexamen legt er 1894 ab und beginnt danach ein Studium der Romanistik. 1894 findet die erste Begegnung mit dem Komponisten Richard Strauss statt, der Auftakt zu einer lebenslangen Zusammenarbeit mit Strauss als Librettist. Es entstehen Werke wie"Elektra", "Rosenkavalier" oder "Adriadne auf Naxos". Von großer Bedeutung ist auch sein Zusammentreffen mit dem Theatermacher Max Reinhard 1904. Hofmannsthal ist 1917 an der Gründung der "Salzburger Festspiele" beteiligt. Er stirbt 1929 in Basel.
Sein "Jedermann" ist inspiriert von mittelalterlichen Moralitätenspielen und insbesondere von dem 1509 in England aufgeführten "Everyman"-Spiel eines unbekannten Autors. Hofmannsthal bedient sich einer poetisch-altertümlichen Verssprache, die, kernig und bildhaft, aber eine vollendete Kunstsprache ist, die dem Spiel in seiner Verbindung von Mittelalter, Barock und Neuromantik seinen besonderen Reiz gibt.
1911 wird "Jedermann - das Spiel vom Sterben des reichen Mannes" in Berlin im Zirkus Schumann unter der Regie von Max Reinhard uraufgeführt. Ab 1920 findet es auf dem Salzburger Domplatz seinen ständigen Spielort.
Rudolf Maier-Kleeblatt
Stets auf der Suche nach Werken für "sein Theater", wird RuMaKl vor etwa zehn Jahren erstmals auf den "Jedermann" aufmerksam. Bestärkt durch den Erfolg seines "Rattenfänger "- Musicals im Jahr 2005 reift der Entschluß, die Verse Hugo v. Hofmannsthals als Basis für eine Vertonung des Jedermann zu verwenden. Die Handlung ergänzen Szenen aus der Bedediktbeurer Handschrift "Carmina Burana" aus dem 13. Jahrhundert. Durch die Zusammenlegung der Figuren "Guter Gesell" und "Buhlschaft" wertet er die Rolle der "Freundin" an Jedermanns Seite auf. In seiner Musik reflektiert Maier-Kleeblatt - dramaturgisch wie kompositorisch - 25 Jahre Erfahrung mit musikalischem Volkstheater vom "Holledauer Fiedel" (Kutschenreuther) bis hin zur "Zaubergeige" (Egk).
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