Inhalt

Nach weltlichem Prolog, mystischem Vorspiel im Himmel und anschließenden turbulenten Szenenfolgen aus dem umtriebigen und konfliktreichen Alltagsleben des reich-geizigen und machtgierigen „Singles“ Jedermann, erreicht die Handlung in einem ausgelassenen Festgelage mit Musik und Gesang ihren Höhepunkt im unerwarteten Erscheinen des Todes. Dieser soll im göttlichen Auftrag den Gastgeber abholen. Der Egozentriker Jedermann möchte keinesfalls alleine gehen und sucht verzweifelt nach einer Lösung. Durch strenge Verhandlung erreicht er geringen Aufschub, doch seine  Bemühungen, einen seiner Vettern  oder gar seine Buhlschaft zum letzten Geleit zu bewegen, scheitern kläglich.

Die Situation ruft die Kräfte des Guten und des Bösen als allegorische Figuren auf den Plan: "Mammon" entpuppt sich als falscher Weggefährte und verhöhnt seinen früheren Herrn. Die "Werke" sind zu schwach, um Jedermann ins Jenseits zu geleiten. Seine letzte Hoffnung liegt beim "Glauben", ebenfalls sehr geschwächt durch jahrelange Missachtung. Schon wittert der Teufel leichte Beute. Seines Sieges sicher unterhält er sich bestens mit dem Publikum, schließlich kann er warten, da die Zeit für ihn arbeite – doch es kommt zur überraschenden Wende ...