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Frankreich im 16. Jahrhundert. Im Jahre 1537 wütet die Pest, der „Schwarze Tod“ auch in der kleinen südfranzösischen Stadt Agen. Der junge Medicus Michel de Notredame, genannt „Nostradamus“, kann mit seiner Heilkunst zwar das Leiden vieler Menschen lindern, aber für die eigene Familie, seine Frau Marie und die beiden Kinder, kommt jede Hilfe zu spät. Erschüttert und von mysteriösen Visionen heimgesucht, verlässt er, gegen den Rat seines Freundes Jules Scaliger, Agen und zieht ruhelos als Quacksalber durch das Land. Bald erregt seine ärztliche Kunst und seine Prophezeihung zukünftiger Ereignisse das Interesse des französischen Königshofs und den Argwohn der Kirche.
Nostradamus, der sich inzwischen mit Anna Ponsarde ein neues Leben in Salon de Provence aufgebaut hat, wird verhaftet und vor das Inquisitionsgericht geschleppt, wo ihn der Inquisitor der Ketzerei bezichtigt. Nur das überraschende Eingreifen der Königin, Katharina di Medici, rettet ihn vor der peinlichen Befragung. Katharina holt Nostradamus an ihren Hof nach Paris. Doch auch dort bringt man ihm Misstrauen entgegen, denn in seinem ersten Band der Prophetien hat er den Tod des Königs vorhergesagt. Heinrich II. ignoriert hochmütig die Prophezeihung, wird aber – wie von Nostradamus vorhergesagt – in einem Turnier tatsächlich tödlich verwundet. Katharina begreift, daß die Macht nun in ihren Händen liegt und lässt erneut nach dem Seher schicken.
Argwöhnisch von der Gesellschaft bei Hofe belauert, bezieht Nostradamus dort ein Laboratorium, Katharina, die die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn übernommen hat, bedrängt ihn, ihr seine Geheimnisse zu enthüllen. Als Michels Gichtanfälle und die Drohungen des Inquisitors gegen ihn und seine Familie immer heftiger werden, nimmt er Abschied vom Hof. Jahre später wird er von der Vergangenheit eingeholt: Beim Ausbruch einer neuen Pestepidemie kommt es zur letzten Konfrontation mit dem Inquisitor. Auch Katharina erscheint noch einmal in Salon, um Gewissheit über das Schicksal ihrer Kinder zu erhalten. Nostradamus enthüllt ihr die Gräuel der Bartholomäusnacht. Von Erinnerungen gequält und von Visionen der Zukunft bedrängt, bricht Nostradamus zusammen. Erst der Tod schenkt ihm Frieden!
